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Die Nachfahren der ersten polynesischen Einwanderer, die etwa um 1200 n.Chr. Neuseeland besiedelten nennt man Maori. Sie pflegen auch heute noch ihre Kultur und sind traditionsbewusst. Ihre Sprache Te Reo Maori ist zweite Amtssprache und etwa 15% der Neuseeländer sind Maori.
Schnitzereien hatten und haben einen hohen Stellenwert bei den Maori. Schnitzereien zieren nicht nur die Versammlungshäuser (whare runanga) sondern auch Musikinstrumente, Äxte oder Kriegskanus mit einer Länge von bis zu 25 Metern.
Dabei stehen meist menschliche Figuren mit großen Köpfen und Mündern im Mittelpunkt, ein weiteres beliebtes Motiv ist beispielsweise der manaia, ein menschenähnliches Wesen mit Schnabel.
Hervorragende Schnitzer genossen eine hohe Stellung innerhalb der Gesellschaft.
Die Tätowierungen eines Maori verraten viel über seine gesellschaftliche Stellung. Bei den Frauen wurde nur das Kinn und die Lippen tätowiert, bei den Männern hingegen oft große Teile des Gesichtes, die Schenkel und auch das Gesäß.
Die Prozedur wurde mit einem Beinmeißel und einem Hammer ausgeführt, und in die so entstandenen Wunden wurde Ruß gerieben, was oft sehr schmerzhaft war.
Heutzutage gilt es als „in" sich tätowieren zu lassen, auch unter der nicht Maori stämmischen Bevölkerung.
Haka ist ein maorisches Wort, das für alle Arten des Tanzes steht, mittlerweile bezeichnet man damit aber vor allem den Kriegstanz, der vor allen Schlachten ausgeführt wurde. Dabei werden Schreie ausgestoßen und man streckt zum Beispiel seine Zunge raus und reißt die Augen weit auf. Es gibt verschiedene Versionen dieses Tanzes, eine davon führen die All Blacks, das nationale Rugbyteam, vor wichtigen Spielen auf.
Die Sprache der Maori - Te Reo Maori - ist seit 1987 die zweite Amtssprache neben Englisch. Seitdem wird die Sprache stark gefördert, sie wird an Schulen und Universitäten gelehrt, und alle Ministerien veröffentlichen in beiden Sprachen - Englisch und Maori, außerdem haben sie einen Zweitnamen in Maori bekommen. Auch viele Städte haben nun einen Maori Namen. Zusätzlich gibt es staatlich finanzierte Radiosendungen und Fernsehshows die auf Maori gehalten sind. Die Förderung der Sprache hat bewirkt, dass die gesamte Kultur der Maori seitdem mehr in den Mittelpunkt gerückt ist.